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Verkehr

Lübeck ist nur über viele Brücken erreichbar. Das stellt den Verkehr in Lübeck vor große Probleme. Die Probleme durch den Straßenverkehr müssen einvernehmlich mit den Bürgern gelöst werden. Foto: Jens Junge

Das Thema Verkehr bewegt Lübeck.

Dabei sind die unterschiedlichen Standpunkte emotional besetzt und reichen von der „Autofreien Innenstadt“ bis zum autodominierten „Staufrei 2015“. Beide extreme Positionen verfolge ich nicht. Ich wünsche mir für Lübeck mehr Verkehrsgerechtigkeit. In vielen Bereichen unserer Stadt fehlt es an Ausgewogenheit zwischen den unterschiedlichen Verkehrsarten. Jahrelanges Nichtkümmern führt dazu, dass unsere Infrastruktur nicht mehr funktioniert. Fußgänger werden in der Wahmstraße an den Rand gedrängt. Fahrradfahrer drängeln sich auf schmalen unebenen Fahrradwegen in der Roeckstraße. Der Autoverkehr steht am Lindenplatz im Stau. Die Busse fahren trotz hoher Preise unwirtschaftlich. Ich möchte mich für intelligente Verkehrslösungen in Lübeck einsetzen, um Stau und Umweltbelastung zu vermindern. Schritte dahin sind ein schneller und günstiger ÖPNV,  zeitgemäße Radverkehrsprojekte und öffentliche Flächen, die zum Verweilen einladen. 

Vorausschauende Konzeptlösungen entwickeln

Eine autofreie Innenstadt ist Utopie. Die Funktionen des Oberzentrums und die vielen Anwohner benötigen heute das Auto als Verkehrsmittel. Der öffentliche Raum muss aber gerechter geteilt werden. Und er muss zum Aufenthalt einladen. Dies vermisse ich in der Holstenstraße, in der Beckergrube und am Koberg. Durchgangsverkehr hat in der Innenstadt keinen Platz. Dabei verteufele ich nicht den Autoverkehr. Er hat eine gesellschaftliche Berechtigung und er muss fließen. Stau ist nicht nur ein großes Ärgernis sondern auch vermeidbare Umweltverschmutzung. Aber Autos müssen nicht überall fahren oder stehen dürfen. Ich möchte den ÖPNV konkurrenzfähiger machen. Lübeck muss in den Hamburger Verkehrsverbund integriert werden, mit attraktiven Verbindungen und günstigen Preisen. 
 
Das Thema Parken in Lübeck ist ähnlich emotional besetzt, in der Innenstadt, in Travemünde, an der Uni und in historischen Wohnquartieren. Hier sind kreative Lösungen notwendig. Eine multifunktionale Belegung, Parkdecks, Quartiers-Tiefgaragen und Carsharing. Grundsätzlich gilt für mich: Bevor gebaut wird, sind die Konsequenzen zu bedenken. In Travemünde wurde leider erst gebaut und dann über Parkplätze nachgedacht. Dies möchte ich als Verwaltungschef ändern. Dazu sind alle Verkehrsteilnehmer, die Fußgänger, die Radfahrer, die Autofahrer, der Lieferverkehr, die Busfahrer in einen Planungsprozess einzubeziehen und ihre Betroffenheiten und Anregungen in den Konzepten einzustellen.

Fahrradfreundliches Lübeck

Ich möchte Lübeck als fahrradfreundliche Stadt voranbringen. Der Fahrradverkehr in unserer Stadt hat großes Wachstumspotenzial, wenn es gelingt, ihn attraktiver zu machen.  Dabei will ich nicht Autofahrer gegen Radfahrer ausspielen, sondern mit den unterschiedlichen Akteuren gemeinsame Lösungen erreichen. Ich möchte mich für Radfahrschnellspuren einsetzen, z. B. von der Innenstadt zur Universität. Dies kann durch Fahrradspuren auf der Ratzeburger Allee schon jetzt umgesetzt werden. Wir brauchen zusätzliche Fahrradstraßen in Lübeck z. B. die Eschenburg Straße, die Hohelandstraße und die Dornestraße, die dann auch verkehrssicher umgebaut werden. Wir brauchen in Lübeck ein sicheres Fahrradparkhaus am Bahnhof mit zusätzlichen Serviceangeboten. Die Möglichkeiten, vom Fahrrad auf andere Mobilitätsarten umzusteigen, müssen gefördert werden. Hierfür bedarf es ausreichender und sicherer Fahrradstellplätze. Der Fahrradverkehr muss sicherer werden. Dazu sind notwendige Umgestaltungsmaßnahmen durchzuführen. Um diese Zielsetzungen zu erreichen will ich die Verkehrsplanung im Rathaus leistungsfähiger aufstellen und ein angemessenes Budget für Maßnahmen berücksichtigen.

Stadtteile nicht abhängen

Bei den Preisen für die Priwallfähren und die Maut für den Herrentunnel setze ich auf eine gemeinschaftliche Verantwortung. Travemünder und Kücknitzer Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht abgehängt werden. Der Umweg über Pötenitz oder die Autobahn ist häufig keine sinnvolle Alternative. Ich möchte mich für vernünftige Lösungen für diese Stadtteile stark machen.

 

über Detlev Stolzenberg

5 Kommentare

  1. Detlef Schaffrath

    Hallo Herr Stolzenberg,

    meine Frau und ich wünschen uns dringend eine Verkehrsberuhigung der Ratzeburger Allee.
    Eine neue Straßendecke ist unbedingt nötig (Flüsterasphalt).
    Eine Tempo-40-Zone sollte eingerichtet werden und Blitzer sollten aufgestellt werden.

    Prestigeobjekte sind schön und nötig, doch das direkte Lebensumfeld der Bürger geht vor.

    Unter Bürgernähe verstehe ich das Kümmern um die täglichen Probleme im direkten Lebensumfeld.

    Geben Sie uns einen Grund Sie zu wählen.

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen

    Detlef Schaffrath

  2. Detlef Olschewski

    Sehr geehrter Herr Stolzenberg,

    die Verkehrsproblematik umfasst ja nicht nur den fließenden Verkehr, sondern auch den ruhenden Verkehr. Insbesondere in den Abendstunden parken viele als gäbe es kein morgen mehr. Trotz mehrfacher Hinweise, auch durch andere Bürger an die zuständige Stelle und ein eingeleitetes Gerichtsverfahren beim Verwaltungsgerich Schleswig, sieht die Verwaltung keine Notwendigkeit auch in den anderen Stadtteilen zu kontrollieren (ausreichend Schriftwechsel liegt vor). Ich habe die Ordnungswidkeiten für das Jahr 2013 ausgewertet. Von 56112 mit Tatbestandnummer versehen Ordnungswidrgkeiten enfallen allien NUR auf die Innenstadt 42056 und auf Travemünde 4315. das sind über 80 % der Knöllchen bei 13 % der Einwohner. Der Rest verbleibt bei den übrigen Stadtteilen mit 87% der Einwohner.

    Mich würde interessieren, wie Sie dazu stehen.

    Sehen Sie ebenfalls mehr die Notwendigkeit, abgelaufene Parkuhren und fehlende Parkscheiben zu kontrollieren oder verstärkt die wirklichen Falschparker unter die Lupe zu nehmen. Aus meiner Sicht ist die Verwaltung derzeit nur darauf bedacht Einnahmen zu generieren und nicht ihrer hoheitlichen Aufgabe nachzukommen, für einen sicheren Verkehr zu sorgen.

    Mit freundlichem Gruß
    Detlef Olschewski

    • Detlev Stolzenberg

      Sehr geehrter Herr Olschewski,

      Ihre Einschätzung einer falschen Priorisierung der Verkehrsüberwachung teile ich. Die Verkehrsüberwachung muss insbesondere dort ansetzen, wo die Nichtbeachtung der STVO zu Verkehrsgefahren führt. Dies ist nicht an der abgelaufenen Parkuhr der Fall sondern dort, wo Fahrzeuge verbotenerweise abgestellt oder Durchfahrtverbote ignoriert werden. Es ist ein Hohn für alle Verkehrsteilnehmer, die sich an die Regeln halten, dass Verstöße Einiger einfach ignoriert werden. Ich möchte mich deshalb als Bürgermeister dafür einsetzen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung fortzubilden, um die Einhaltung der Verkehrsbestimmungen umfassender zu überprüfen. Auch in den Stadtteilen. Dies wird den Verkehr in Lübeck sicherer machen.

      Schöne Grüße
      Detlev Stolzenberg

  3. Sehr geehrter Herr Stolzenberg,

    diese Stadt bietet sich wirklich an, mit dem Fahrrad zu fahren.

    Schön, dass Sie sich unter anderem dem Thema Frahrradfreundliches Lübeck annehmen wollen.

    Natürlich habe ich mir auch Ihre weiteren Themen angeschaut.

    Vielleicht weht ja bald ein frischer Wind im Rathaus…Ich wünsche Ihnen , dass sich viele Lübecker Bürger mit Ihren Themen auseinandersetzen.

    Beste Grüße
    M.Voss

  4. Tja, Was würde ich gerne ändern….

    Alle Bushaltestellen müssen bis 2022 barierrefrei neugestaltet werden, davon sind die Bushaltestellen unserer Stadt vielerorts weit entfernt, oft im baulichen Zustand der 60er-80er Jahre („Stadttheater“, „Untertrave“ und Schlutuper Beispiele wie „Rastattstraße“, „Westphalstraße“, „Brinkweg“ (Ist eigentlich nur ein Parkstreifen ohne anfahrbaren Kantstein) und „Mecklenburger Straße“).
    Und das sind nur die Bushaltestellen die ich hauptsächlich nutze, vom Gustav-Radbruch-Platz mal abgesehen da dieser ja angeblich in absehbarer Zeit komplett „zurückgebaut“ werden soll.
    Mir ist bekannt, dass ein Bürgermeister nicht einfach so mal eben was in die Tat umsetzen kann wie er lustig ist und es für so ziemlich „jeden Furz“ eines Beschlusses, eines Ausschusses oder sonst irgendeine elend lange städtische Verwaltungskette braucht.
    Auch ist mir bekannt, dass es ein „Bushaltestellenprogramm“ geben soll. Mit ein paar wenigen Baumaßnahmen im Jahr (bisher so 2-3?) kommt man bis 2022 aber nicht wirklich weit.
    Auch die evtl. Aufgabe des „Kombibahnsteiges“ in Travemünde wäre ein Zeichen möglichen Desinteresses gegenüber dem ÖPNV. Erst fängt man was an und macht es nicht fertig obwohl die Idee an sich genial war.
    Die bisherige Busanlage „Strandbahnhof“ könnte nach Vollendung der Straßenverlängerung zu einem Parkplatz umgebaut werden (Parkplätze braucht man ja sowieso und in Verbindung mit dem neuen Kombibahnhof wäre es ja ein gutes Park+Ride-Angebot obendrein)

    Die Zukunft der Mobilität gehört u.a dem ÖPNV – macht die Stadt so weiter wie bisher wird sie das verschlafen.

    Das ist eine dieser Sachverhalte die mir tatsächlich sehr auf den Nägeln brennen, aber definitiv nicht der einzige.

    Ändern muss sich in der Stadt sehr vieles in vielerlei Hinsicht, da gebe ich Ihnen Recht.
    Die Köpfe der städtischen Politik sind vielfach „alt“ und „verbraucht“, so kann es nicht weiter gehen.

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