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Stolzenberg: Aus für die Kulturbühne nicht hinnehmbar

Detlev Stolzenberg im Gespräch mit Wolfgang Hovestädt

Die Kulturbühne verlässt nach sechs Jahren Travemünde

Der unabhängige Bürgermeisterkandidat Detlev Stolzenberg (parteilos) hat sich im Gespräch mit dem Chef der Kulturbühne in Travemünde über den aktuellen Stand informiert. Wolfgang Hovestädt berichtete von seinen Erfahrungen mit der Stadtverwaltung, der Kommunalpolitik und dem neuen Eigentümer. „Die Rahmenbedingungen für die Kulturbühne sind schwierig. Dennoch haben wir eine hohe Auslastung unserer Veranstaltungen und kommen ohne städtische Zuschüsse aus.“ Nach der Kündigung durch die neuen Eigentümer des Hafenbahnhofs zieht Hovestädt ein bitteres Fazit: “ gibt keine Räumlichkeiten in Travemünde, die zügig und kostengünstig als neue Spielstätte in Betracht kämen. Deshalb habe ich die Bitte an die Stadt herangetragen, auf einer kleineren Freifläche ein Spiegelzelt als Veranstaltungsort aufzustellen. Gut geeignet wäre ein Bereich auf dem Leuchtenfeld oder am Grünstrand. Auch das Grundstück der Villa Lembke im Dr. Zippel-Park wäre gut geeignet. Leider hat es durch die Stadt keine Unterstützung für diese Alternative gegeben. Jetzt bleibt nur der Umzug in ein anderes Seebad.“

Bestehende Kulturangebote fördern

Stolzenberg ist von der mangelnden Unterstützung aus dem Rathaus enttäuscht: „Die Kulturbühne ist ein Aushängeschild anspruchsvoller Unterhaltung in Lübeck. Es sollte den Verantwortlichen im Rathaus ein wichtiges Anliegen sein, der Kulturbühne eine neue Spielstätte für Kabarett, Varieté und Musik in Travemünde zu bieten. Statt über die Köpfe der Betroffenen zu streiten, ist es jetzt wichtig, miteinander Lösungen zu suchen und zügig zu handeln.  Ich sehe für den Standort Travemünde durchaus Chancen, wenn sich die Stadt zügig bewegt und ein Grundstück anbieten würde.“ Der Kandidat Stolzenberg sieht es als wichtige Aufgabe des kommenden Bürgermeisters an, bestehende Kulturangebote in Lübeck zu fördern und neue Wege zu beschreiten: „Kleinkunst und Subkultur benötigen ebenso Unterstützung durch die Hansestadt Lübeck, wie die Musik- und Kongresshalle oder das Buddenbrookhaus.“

über Detlev Stolzenberg

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