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Kundgebung: Kulturschätze in Lübeck in Wert setzen

Geringes Engagement der Stadtspitze beklagt

Anlässlich der Museumsnacht veranstaltete der unabhängige Bürgermeisterbewerber Detlev Stolzenberg (parteilos) eine Kundgebung vor der Katharinenkirche. „Lübeck ist voller Kulturschätze. Diese müssen noch intensiver erlebbar und heraus gestellt werden, um zu herausragenden Schätzen für die Lübeckerinnen und Lübecker, aber auch für die Besucher unserer Stadt zu werden. Kultur als Wirtschaftsfaktor ist in Lübeck völlig unterentwickelt. Hier gibt es deutliche Defizite beim Bürgermeister und der zuständigen Kultursenatorin.“

Detlev Stolzenberg
Detlev Stolzenberg im Gespräch

Stolzenberg bemängelt das geringe Engagement der Stadtspitze, Kunstschätze besser in Szene zu setzen. „Die Stadt leistet keinen Beitrag, um die aufwändig sanierte Katharinenkirche zu öffnen. Dem unermüdlichen Einsatz von 50 Ehrenamtlern ist es zu verdanken, das die Kirche an 12 Stunden in der Woche zugänglich ist. Diesen Menschen danke ich ausdrücklich. Sie können der Tatenlosigkeit der Verantwortlichen nicht einfach zuschauen und packen deshalb selbst an. Aber das kann kein Dauerzustand sein. Die Stadt muss hier Lösungen präsentieren.“ Weitere Handlungsbedarfe sieht Solzenberg bei der notwendigen Öffnung der Völkerkundesammlung, beim lange überfälligen Wissensspeicher und bei der Notwendigkeit eines Welterbe-Zentrums.

Die Denkmalschutzbehörde misst mit zweierlei Maß

Harsche Kritik äußerte Detlev Stolzenberg am Verfahren der Denkmalschutzbehörde: „Der Erhalt von Baudenkmalen in unserer Stadt ist wichtig. Der Idealismus und der finanzielle Einsatz von privaten Denkmal-Eigentümern trägt zum enormen Wert unserer Stadt bei. Es darf deshalb nicht sein, dass für städtische Liegenschaften andere Maßstäbe gelten. Die Hafenschuppen auf der nördlichen Wallhalbinsel stehen immer noch nicht unter Denkmalschutz, obwohl der Denkmalrat Schleswig-Holstein dies schon lange eingefordert hat. Eine klassizistische Villa am ZOB soll einem Hotelkomplex weichen. Dieses herausragende Baudenkmal der frühen Besiedelung der Lübecker Vorstädte wird nicht unter Denkmalschutz gestellt, um die Vermarktung des benachbarten städtischen Grundstücks zu optimieren. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Ich fordere die Verantwortlichen im Rathaus auf, gleiche Maßstäbe beim Denkmalschutz anzuwenden.“

über Detlev Stolzenberg

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