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Bürgerentscheid zu den Linden – Was passiert mit der Untertrave?

Entscheidung der Bürger ernst nehmen, um glaubwürdig zu bleiben

Anlässlich des Baubeginns zur Umgestaltung der Untertrave zwischen Drehbrücke und Hansemuseum veranstaltete der unabhängige Bürgermeister-Kandidat Detlev Stolzenberg eine Kundgebung vor Schuppen 6, an der neben Bürgern auch Akteure aus Stadtgesellschaft und Politik teilnahmen. Nach dem Wortlaut des beschlossenen Bürgerentscheids sind die vorhandenen Winterlinden zu erhalten und die Umgestaltungspläne der Untertrave entsprechend zu ändern. Stolzenberg forderte den Senat und die Kommunalpolitik auf, diesen Beschluss zu akzeptieren und endlich die Pläne, unter Berücksichtigung der Linden, entsprechend zu überarbeiten. „Jetzt bietet sich die Chance, gemeinsam eine gute Lösung im Interesse der Lübeckerinnen und Lübecker zu erreichen.“

Zusammenarbeit einfordern und Stillstand beenden

„Es ist an der Zeit, dieses Gegeneinander zu beenden. Totschlagargumente helfen nicht weiter. Der Bürgerentscheid muss ernst genommen werden. Sonst verspielt Politik ihre Legitimation. Die Änderung der Planungen unter Berücksichtigung der Bestandsbäume können zu erheblichen Einsparungen führen, insbesondere wenn es gelänge Vegetationsflächen für Wildblumen in die Gestaltung zu integrieren.“

Detlev Holst, Sprecher der Bürgerinitiative Rettet Lübeck (BIRL), der sich im Lindenbündnis engagiert, berichtete vom Stand der Gespräche mit der Verwaltung. „Wir bitten die Verwaltung, die Änderung der Pläne jetzt zu beginnen. Alle Beteiligten stünden dazu bereit. Dazu wird die Initiative ein Gespräch mit Bausenatorin Joanna Glogau am 19. September 2017  führen. Ich bin verhalten optimistisch.“

Christa Fischer, die die Wildblumenwiese vor Schuppen 6 initiiert hat, wies auf die Bedeutung solch naturbelassenen Flächen hin. „Wir müssen auch in der Stadt Lebensräume für Wildbienen schaffen und für Artenvielfalt und Klimaschutz Verantwortung übernehmen.“

über Detlev Stolzenberg

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